Paleo – Was Du über diese Ernährungform noch nicht wusstest

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Obst und Samen als Teil der Paleo Ernährung

Paleo – Was Du über diese Ernährungform noch nicht wusstest

Paleo – Diese Ernährungsform schickt uns auf eine kulinarische Zeitreise direkt ins Paläolithikum, mit anderen Worten: die Steinzeit. Die Uhr wird über 12.000 Jahre zurückgestellt, in eine Zeit ohne Ackerbau und Viehzucht, in der der Mensch noch Jäger und Sammler war. Paleo ist ein Trend aus den USA, der mittlerweile auch in Deutschland bekannt ist und eine Anhängerschaft gefunden hat. Doch welche Idee steckt hinter dieser Ernährungs-Zeitreise und ist das wirklich gesund? Hier erfahrt Ihr es.

Welche Idee steckt hinter Paleo?

Auf der Suche nach der idealen gesunden Ernährung, kam Mitte der 1970er die Idee auf, sich auf die Wurzeln der menschlichen Ernährung zurückzubesinnen. Sozusagen die „artgerechte“ menschliche Ernährung neu aufleben zu lassen. Bei Paleo geht es darum, dem Verdauungssystem nur das zu geben, wofür es ursprünglich gedacht war. Denn die Evolution braucht für Veränderungen länger, als nur ein paar hundert oder tausend Jahre. Verhindern soll diese Art der Ernährung Zivilisationskrankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Krebs und Übergewicht. Es handelt sich bei Paleo um keine Diät, sondern eine Ernährungsform aus Überzeugung, die fit und gesund halten soll. Das Abnehmen passiert eher nebenbei.

Was ist bei Paleo erlaubt?

Steinzeiternährung bedeutet nicht gleich, dass man losziehen muss, um im Lendenschurz Beeren zu pflücken. Nein, auch Mammuts müssen nicht selbst erlegt werden (was sich aktuell sowieso eher schwierig gestaltet) und am Lagerfeuer muss unfreiwillig niemand sitzen. Bei Paleo geht es lediglich darum, die steinzeitliche Ernährung nachzuahmen. Und zwar mit dem, was heute zur Verfügung steht. Das sind in erster Linie unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fleisch (Achtung: nicht aus Massentierhaltung!), Fisch, Eier, Nüsse und Samen. Auch Pilze, Meeresfrüchte und Honig sind erlaubt. Das all-round-Talent ist übrigens die Kokosnuss: Bis auf die Schale lässt sich alles zu verschiedenen Zwecken verwenden.

Was ist bei Paleo nicht erlaubt?

Nicht erlaubt ist alles, was entweder aus Ackerbau, Viehzucht oder moderner Ernährungsindustrie stammt. Betroffen sind zum Beispiel Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Zucker und Milchprodukte. Alles was künstliche Zusatzstoffe enthält, ist ebenfalls tabu. Denn all das gab es in der Steinzeit nicht.

Welche Vorteile hat Paleo?

Naturbelassene Produkte ohne künstliche Zusatzstoffe zu sich zu nehmen, ist grundsätzlich ein guter Ansatz für eine gesunde Ernährung. Ungesunde Fette fallen in dieser Ernährungsform weg, ebenso wie belastende Zusatzstoffe. Das entlastete Verdauungssystem steigert das Wohlbefinden und das körperliche Energielevel. Durch einen stabileren Blutzuckerspiegel bleiben Hungerattacken aus. So bleibt man schlank und fit, ohne Kalorien zählen zu müssen. Dadurch, dass Paleo mittlerweile so viele Anhänger gefunden hat, gibt es eine große Community, die unterstützend und inspirierend wirkt. Nach Rezepten muss nicht lange gesucht werden, Abwechslung ergibt sich also mit ein wenig Recherche fast von allein. Das Gute an der Paleo Ernährung ist, dass es sich um keine Mangelernährung handelt, solange auf Ausgewogenheit geachtet wird. Im Gegensatz zu Ernährungsformen wie Low Carb oder Low Fat, bei denen jeweils eine wichtige Nährstoffgruppe aus der Ernährung ausgeschlossen wird.

Welche Nachteile hat Paleo, welche Kritik gibt es?

Der Hauptkritikpunkt an dieser Ernährungsform ist die fehlende wissenschaftliche Fundierung. Da der Mensch in der Steinzeit das essen musste, was er vorfand, müsste der Organismus die Fähigkeit entwickelt haben, sich Ernährungsgegebenheiten anzupassen. So gibt es zum Beispiel einen Mangel an Beweisen, dass Hülsenfrüchte und Getreide schädlich für den Menschen sind.

Der größte Nachteil ist wahrscheinlich, dass es sich bei der Ernährungsumstellung auf Paleo um eine ziemlich drastische und anstrengende Umstellung handelt. Für Vegetarier ist diese Art der Ernährung vollkommen ungeeignet. Durch den Wegfall von Hülsenfrüchten und Milchprodukten fehlt ihnen die Proteinquelle. Auch beim Mittagessen im Büro wird es kompliziert. Mal eben mit den Kollegen ins Restaurant um die Ecke? Schwierig. Wer sich paleo ernährt, muss für die Büroverpflegung zum Selbstversorger werden.

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