Was ist gesunde Ernährung? So kommst du zu einer gesunden Ernährungsroutine

„An apple a day keeps the doctor away“ – Geflügelte Worte über gesunde Ernährung gibt es viele. Kein Wunder, denn „gesunde Ernährung“ ist weit verbreitet erklärtes Ziel. Sie gehört mittlerweile zum guten Ton und Lifestyle. Denn wie heißt es so schön? Du bist, was du isst! Und so ist es wirklich, denn die Ernährung nimmt maßgeblich Einfluss auf unsere Gesundheit. Doch bei den vielen Diäten und Ernährungsformen kann man leicht den Überblick verlieren. Liegt der Schlüssel zur gesunden Ernährung nun in Trennkost, Low Carb, veganer Ernährung oder gar Blutgruppendiäten? Wir beginnen nochmal von vorn und fragen: Was ist eigentlich gesunde Ernährung?

Gesunde Ernährung – was steckt dahinter?

Gehen wir einen Schritt zurück und überlegen uns, was gesunde Ernährung im Kern eigentlich bedeutet. Gesunde Ernährung ist ganz grundsätzlich die Art der Ernährung, die dem Körper gibt, was er braucht. Dazu zählt auch: Ihm so viel zu geben, wie er braucht; es ihm dann zu geben, wann er es braucht und es ihm so schnell zu geben, wie er es braucht.

Wir haben heute den Luxus, diese Bedürfnisse gezielt zu befriedigen, unsere Ernährung und damit unseren Gesundheitszustand selbst zu bestimmen. Doch was, wann, wie viel und wie schnell braucht der Körper seine Nahrung? Hier kommen einige Kriterien, die zur Entscheidungshilfe dienen.

Welche Nahrung braucht der Körper?

Kommt das Produkt natürlich vor, oder entstammt es der Lebensmittelindustrie?

Hier kann man sich an das Clean Eating Prinzip halten: am besten sind frische und naturbelassene Lebensmitte. Denn bei industriell gefertigten Nahrungsmitteln weiß man nie genau, was drinsteckt.

Würde ein Schimpanse das auch essen?

Von allen Tieren sind wir den Schimpansen genetisch am nächsten. Sie haben das gleiche Verdauungssystem wie wir und das Gebiss ist ebenfalls extrem ähnlich. Die Tiere verfügen noch über ihren natürlichen Sinn für gesunde Ernährung. Es kann sich also lohnen, zwischendurch mal darüber nachzudenken, ob ein Schimpanse das was wir auf dem Teller haben, auch essen würde. Bei unseren tierischen Verwandten stehen Obst, Blattgemüse, Kräuter, Wildpflanzen, Nüsse und Fleisch (in minimalen Mengen) auf dem Speiseplan. Getreide und Kuhmilch würden bei strengem Befolgen entfallen.

Viel trinken!

Gesunde Ernährung wird von gesunden Getränken begleitet. Am gesündesten ist dabei Wasser. Auf gezuckerte Limonaden ganz verzichten und Säfte eher selten trinken. Für etwas Abwechslung eignet sich ungesüßter Tee. Smoothies gelten übrigens eher als Snack statt Getränk.

Auf künstlichen Zucker und Kochsalz verzichten

Der Körper hat Schwierigkeiten mit der Verarbeitung industriellen Zuckers, das Gleiche gilt für industriell bearbeitetes Kochsalz. Die besseren Alternativen: Bei Appetit auf Süßes können Smoothies und frisches Obst Abhilfe schaffen. Würze bekommen Gerichte mit Kristall- oder Meersalz. Doch auch nur dieses in Maßen verwenden, dann kommen natürliche Geschmacksnoten besser durch.

Eine Portion Rohkost am Tag

Rohkost ist die Ernährungsform, die unsere Evolution begleitet hat. Das bedeutet nicht, dass man sich vollkommen nach dem Raw Food oder Paleo-Prinzip ernähren muss. Eine Portion Rohkost am Tag (am besten als Teil der Büroverpflegung zur Mittagszeit, dann ist sie am besten bekömmlich) reicht schon aus.

Gesunde Fettsäuren als Helferlein

Zur gesunden Ernährung gehören Fette dazu, allerdings nur ganz bestimmte. Statt gesättigten Fettsäuren sollten lieber ungesättigte Fettsäuren aufgenommen werden. Sie liefern wichtige Stoffe und transportieren außerdem die Vitamine A, D, E und K.

Wieviel Nahrung braucht der Körper?

Bist Du satt? Höre auf Deinen Körper, denn er weiß normalerweise automatisch, wie viel er braucht. Doch nur, wenn Du langsam isst, gibst Du dem rechtzeitigen Sättigungsgefühl eine Chance.

Wann braucht der Körper Nahrung?

Wie wichtig das Frühstück für den Menschen ist, ist typabhängig. Die einen wachen morgens um sieben mit Bärenhunger auf, bei den anderen dauert es ein paar Stunden, bis sich der erste Hunger des Tages bemerkbar macht. Frühstück ist also nur gut, wenn der Körper es von selbst verlangt.

Abends gilt: Nach 18:00 Uhr am besten nichts mehr essen. Dadurch kann das Verdauungssystem für die Nacht zur Ruhe kommen.

Wie schnell braucht der Körper Nahrung?

Mahlzeiten sollten mit angemessener Ruhe eingenommen werden. Wer sich Zeit nimmt, langsam isst und gründlich kaut, wird schneller satt. Das schützt den Körper davor, sich zu übernehmen. Mahlzeiten sind Entspannungsmomente im Tagesverlauf. Wenn jedoch Hunger und Stress z.B. im Büro gleichzeitig groß sind,  sollte man auf den Körper hören und ihm die akut gebrauchte Energie zuführen. Dann aber lieber durch einen kleinen Snack, anstatt eine große Mahlzeit zu verschlingen. Diese kann später noch in Ruhe nachgeholt werden.

Zu gesunder Ernährung gehört mehr!

Dem Körper zu geben was er braucht, bedeutet, ihm etwas Gutes zu tun. Nicht zu viel und nicht zu wenig – möglichst natürlichen Ursprungs. Der Gedanke der gesunden Ernährung kann sogar noch weitergeführt werden: Gesund im vollkommenen Sinne ist nur, was auch anderen Lebewesen guttut. Tierschutz und Umweltschutz sind mit dem Thema gesunde Ernährung deshalb unweigerlich verknüpft.

mautic is open source marketing automation